Die grüne Branche

Bunter Artenreichtum in der grünen Branche

Vom Blumenladen bis zur Baumschule

Farbenfrohe Stauden, üppig blühende Zimmerpflanzen, plätschernde Teiche: Gärtnereien und Gartencenter sind Erlebniswelten mit Erholungsfaktor. Pflanzenfreunde, Garten- und Balkonliebhaber bummeln gern ausgiebig und lange durch die angenehme Atmosphäre. Kurzurlaub für Auge und Nase.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Das Gartencenter im Nachbarort hat jetzt auch Teakholzmöbel und Planschbecken im Angebot, verkauft Obst im Kassenbereich und verwöhnt die Kunden im Bistro mit frischem Kaffee und leckerem Kuchen. Schon ist ein neuer, attraktiver Verkaufsstandort auf dem Markt und dem alteingesessenen Betrieb droht der Verlust seiner Marktanteile.

Neben den saisonbedingten Höhen und Tiefen sind die großen Filialisten mit ihrer riesigen Angebotspalette und professionellem Marketing eine Herausforderung für die selbstständigen Betriebe. Dazu kommt der Lebensmittel-Einzelhandel, der den 0rtsansässigen Floristen mit Bundware und Topfpflanzen die Laufkundschaft abspenstig macht.

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen ...

Besonders inhabergeführte Familienbetriebe scheuen sich oft, die alten, ausgetretenen Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen. Wer mitten in der täglichen Routine steckt, ist oft betriebsblind und übersieht, dass der Betrieb längst nicht mehr effizient wirtschaftet. Neue Marktchancen werden nicht erkannt und ungenutzt der Konkurrenz überlassen.

Da ist zum Beispiel die teure und aufwändige Produktion von Pflanzen, die für den alteingesessenen Familienbetrieb seit Jahren unrentabel ist. Hier wäre die Auslagerung der Produktion oder der Einkauf günstiger Ware eine mögliche Lösung. Die freigewordene Fläche könnte als zusätzlicher Verkaufsraum genutzt werden.

Existenzgründern dagegen mangelt es selten an innovativen Ideen, dafür aber gern an einer langfristigen Finanzierung, die genügend Spielraum zur Überbrückung gelegentlicher Durststrecken einplanen sollte. Eine exakte Standortanalyse im Hinblick auf regionale Besonderheiten und umliegende Konkurrenten sind für Existenzgründer unverzichtbar, wenn sie sich dauerhaft am Markt etablieren wollen.

Kein Blatt vor den Mund nehmen ...

Bei der Beratung vor Ort ist Ehrlichkeit angesagt: Zahlen lügen nicht. Auf Wunsch nimmt Wolfgang Sell seine Kunden von der Betriebsanalyse über die Erstellung eines Businessplans bis zu Gesprächen mit dem Bankberater an die Hand.

Die individuellen Voraussetzungen und Wünsche des Geschäftsinhabers stehen für Wolfgang Sell im Vordergrund. Deshalb sind die Konzepte und Strategien maßgeschneidert und auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des einzelnen Betriebes abgestimmt.

Als langjähriger Branchenkenner und ehemaliger Inhaber eines Gärtnereibetriebes rät Unternehmensberater Sell zu einer möglichst frühzeitigen Kontaktaufnahme: Je eher die Zeichen einer Krise erkannt werden, desto kürzer ist der Weg zum erfolgreichen Neustart.